Begleitung - Information - Beratung - Psychotherapie


Diplom-Psychologin
Doris Wallraff
Familientherapeutin (DGSF)
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Familiengründung mit Spendersamen

Die Entscheidung, eine Familie mit Hilfe einer dritten Person zu gründen, sollte man bewusst und in Ruhe treffen. Vielen Paaren, die sich schon lange vergeblich ein Kind wünschen, bietet eine Behandlung mit Spendersamen die Chance, doch noch ein Baby zu bekommen. Auch Single-Frauen und lesbische Paare können auf diese Weise eine Familie gründen. Ist die Behandlung erfolgreich, können die Eltern sogar Schwangerschaft und Geburt erleben. Die Tatsache, dass ein mit Samenspende gezeugtes Kind die Gene eines (anonymen) Spenders in sich trägt, ist für die zukünftige Familie von Bedeutung und hat weitreichende und tiefgreifende Folgen für alle Beteiligten, nicht zuletzt für das noch ungeborene Wunschkind. Deshalb ist es sehr wichtig, dass sich die künftigen Eltern vor einer Entscheidung für oder gegen eine solche Behandlung ihre aktuellen Bedenken bewusst machen und langfristige Auswirkungen berücksichtigen. Es gilt gut abzuwägen, ob diese Art der Familienbildung zu einem passt. Diese und andere Fragen beschäftigen die meisten in dieser Phase:

  • Was kommt mit einer medizinischen Behandlung auf mich zu?
  • Was bedeutet es für unsere Partnerschaft, dass wir unterschiedliche Rollen in Bezug auf die genetische Verwandtschaft haben?
  • Wird das Kind mich gleichermaßen lieben und akzeptieren?
  • Wie entwickeln sich Kinder, die mit Hilfe von Samenspende gezeugt wurden? Was brauchen sie?
  • Wie kann ich das Kind über seine spezifische Geschichte aufklären?
  • Welche (ethischen) Bedenken habe ich?
  • Wie kann ich einen Spender auswählen?
  • Welche Rolle wird der Spender für unsere Familie spielen?
  • Wem möchte ich was erzählen? Wie wird das Umfeld darauf reagieren?

Beratung für heterosexuelle Paare

Das Thema betrifft sensible und intime Bereiche des Lebens und ist mit starken Gefühlen verknüpft. Obwohl viele Paare von der Diagnose "unfruchtbar" betroffen sind, ist das Thema in der Öffentlichkeit noch immer wenig präsent und oftmals tabuisiert. Für viele Paare ist es schwierig, darüber zu reden. Es ist aber notwendig, eine Entscheidung zu treffen, zu der beide Partner jetzt und auch in Zukunft voll und ganz stehen können. Dies ist nur möglich, wenn man ehrlich und offen miteinander spricht. Es kann hilfreich sein, professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen, um alle Fragen zu klären und eine gute Lösung zu finden.

Für beide Partner ist es in der Regel ein Schock, wenn sie erfahren, dass der Mann unfruchtbar ist oder eine Befruchtung mit den eigenen Samenzellen aus anderen Gründen nicht möglich ist. Heftige Emotionen wie Wut, Angst, Trauer, Ohnmacht, Selbstzweifel, Schuld und Scham werden erlebt. Mann und Frau müssen Abschied nehmen von der Idealvorstellung, dass das Kind von beiden Elternteilen abstammt. Es ist sehr wichtig, dass man sich ausreichend Zeit für diese Gefühle nimmt und sich damit auseinander setzt, was die Situation für den Mann, die Frau und die Partnerschaft bedeutet. Dies ist ein Prozess, der unterschiedlich lang dauern kann und mit vielen Zweifeln und Ungewissheiten verbunden ist. Erst nach und nach ist es möglich, sich mit den Folgen einer solch gravierenden Tatsache zu beschäftigen und abzuwägen, welche Möglichkeiten der weiteren Lebensgestaltung nun in Betracht kommen, ein Leben ohne Kinder, ein Pflegekind, eine Adoption, eine Embryonen- oder eine Samenspende.

Selbstverständlich ist auch zu bedenken, dass eine medizinische Behandlung mit Belastungen verbunden ist und keine Garantie für einen Erfolg geben kann.

Viele Paare fragen sich schon im Vorfeld, inwiefern sie ihr Umfeld in ihre Entscheidung mit einbeziehen sollen. Erfahrungsgemäß ist es leichter, mit anderen über dieses Thema zu reden, wenn man sich selbst intensiv damit beschäftigt hat und geübt darin ist, darüber zu sprechen. Auch hierfür können Gespräche in einem geschützten Rahmen hilfreich sein. Je natürlicher und selbstbewusster man dieses Thema dann im Umfeld vermittelt, desto leichter wird die eigene Entscheidung auch von anderen respektiert. Entscheidend ist in jedem Fall, nicht nur das eigene Bedürfnis nach einem Kind im Blick zu haben, sondern die Bedürfnisse des Kindes von Anfang an mitzudenken. Das Kind hat ein Recht auf Kenntnis der eigenen Herkunft und darf in keine Geheimnisse verstrickt werden.

Beratung für lesbische Paare

Frauenpaare beschäftigen sich im Vorfeld und nach einer Samenspende mit spezifischen Fragen und Themen. Zunächst muss geklärt werden, wer leibliche Mutter des Kindes werden wird. Viele Frauen machen sich darüber Gedanken, ob sie einen Spender aus dem Bekannten- oder Freundeskreis wählen, einen Spender, der als Person in Erscheinung tritt oder ob sie eine anonyme Samenspende bevorzugen. Es gilt zu entscheiden, ob man medizinische Unterstützung und/oder die Vorteile einer Samenbank nutzt. Bereits im Vorfeld müssen Frauenpaare für sich klären, welche Rolle der Spender in ihrer künftigen Familie spielen wird. Es kann hilfreich sein, diese und andere Fragen in einer psychosozialen Beratung in Ruhe zu besprechen.

Beratung für Single-Frauen

Auch für Single-Frauen, die über die Familiengründung mit Hilfe von Spendersamen nachdenken, entstehen spezifische Fragen. Neben Themen, die sie gleichermaßen wie Paare betreffen, gibt es ein erhöhtes Bedürfnis, sicher zu stellen, der alleinigen Verantwortung für ein Kind langfristig gerecht werden zu können. Gerade hier kann eine professionelle Unterstützung ganz wichtig sein.

Austausch: Familiengründung mit Samenspende

Ich möchte Menschen, die über eine Spendersamenbehandlung nachdenken, ein Forum bieten, um mit anderen ins Gespräch zu kommen, die sich mit ähnlichen Fragen beschäftigen. Dieser Austausch kann Paaren helfen, eine fundierte Entscheidung zu treffen, sich auf die Besonderheiten einer Familienbildung mit Spendersamen angemessen vorzubereiten und für die Zukunft zu stärken.

Ein dreistündiger Austausch in einer kleinen Gruppe mit 5 - 10 Menschen kann ein guter Anfang sein, über dieses intime Thema zu sprechen, um langfristig selbstbewusst mit dieser Form der Familiengründung umzugehen. Möglicherweise ist es sogar ein erster Schritt, Kontakte zu anderen Menschen aus der Region zu knüpfen, mit denen man diese Form der Familienbildung teilt. Auch die Kinder könnten später von weiteren Treffen profitieren. Die  Möglichkeit eines solchen Austauschs findet in unregelmäßigen Abständen in meiner Praxis statt. Die Teilnahme steht jedem offen, der über eine Spendersamenbehandlung nachdenkt oder sich bereits darauf vorbereitet, und ist unabhängig von einer psychosozialen Begleitung. Wer Interesse hat, kann sich jederzeit unverbindlich bei mir melden.

Beratung für DI-Familien

Selbstverständlich können Familien, die mit Hilfe von Samenspende gegründet wurden, in jeder Phase ihres Lebens meine Unterstützung in Anspruch nehmen. Möglicherweise kommen Trauer, Zweifel oder Befürchtungen erst jetzt zum Tragen oder neue Fragen beschäftigen Sie. Vielleicht denken Sie über Geschwisterkinder nach oder eine Kontaktaufnahme zum Spender steht zur Debatte. Was auch immer Sie beschäftigt – Sie sind bei mir jederzeit herzlich willkommen.

Beratung für Samenspender

Die Entscheidung für eine Samenspende hat weitreichende Folgen, nicht nur für die neu gegründete Familie, sondern auch für den Spender. Um einen tragfähigen Standpunkt im Umgang mit der eigenen Rolle zu entwickeln, kann es sinnvoll sein, sich genauer mit bestimmten Fragen auseinanderzusetzen.

  • Wie will ich mit dem Thema im eigenen sozialen Umfeld jetzt und später umgehen?
  • Worin besteht meine Verantwortung? Welche Motivation habe ich?
  • Angenommen, ein Kind möchte später mit mir Kontakt, wie wäre das für mich?
  • Wo liegen meine Grenzen und wie will ich sie schützen?

Gerne stehe ich für diese und andere Fragen zur Verfügung.

Eizellspende, Embryonenspende, Leihmutterschaft

Viele neue Familienformen, die mit Hilfe der Reproduktionsmedizin entstehen, lassen sich in Deutschland nicht realisieren oder sind rechtlich noch nicht abschließend geklärt. Dennoch beschäftigen sich viele Paare mit diesen Möglichkeiten, für manche sind sie die einzige Chance auf eine Familie. Eine Behandlung ist meist mit einem Auslandsaufenthalt und zahlreichen spezifischen Fragen verknüpft. Falls Sie über diese Formen der Familiengründung nachdenken, sind Sie bei mir selbstverständlich ebenso willkommen.

Dipl.-Psych. Doris Wallraff | Systemische Familientherapeutin (DGSF) | Bürgweg 25 | 90482 Nürnberg | 0911/2472225 | 0151-22756787 - Datenschutz